Marias Bootsrestaurierung Tag zehn

Vier Grad. Es ist kalt, regnerisch und windig heute. Wir sind müde und erschöpft. Gegen 11:30 Uhr sind Maria und ich auf dem Platz in Hooksiel. Die ersten bei der Arbeit sind wir heute nicht, das steht wohl mal fest. Wir treffen auf den Werftmeister und teilen ihm mit, dass wir morgen, wenn es in die Halle gehen soll, die Kielbolzen ziehen wollen. Er ahnt schon, dass das nicht so einfach werden wird, wie wir das gern hätten.

Danach inspizieren wir den Mast im Mastenlager, aber auch hier finden wir keinen GPS-Empfänger. Der Mast scheint bis auf eine gebrochene Niete an der Salingsaufnahme  in Ordnung zu sein.

Trotz der schlechten Bedingungen heute decken wir die Plane vom Schiff und machen uns an die Arbeit. Ich versuche mit der Flex vom Schiffsinneren die Schrauben der Kielbolzen frei zu legen. Sehr beschwerlich.

Das Maskottchen von Cux-Trawl


Zum Glück klingelt das Handy. Cux-Trawl in Cuxhaven meldet, dass die Farben für das Unterwasserschiff zur Abholung bereit stehen. Und da wir nichts gegen eine Pause im Auto einzuwenden haben, machen uns sofort auf den Weg ins 125 Kilometer entfernte Cuxhaven.






Cux-Trawl ist eine auf Artikel für die Fischerei spezialisierte Firma in einem Gewerbegebiet direkt am Wasser. Hier bekommt man neben Bekleidung und Sicherheitsartikel auch Netze und Taue. Für die Farben zahlen wir 330 Euro. In einem Baumarkt kaufen wir noch zwei Bohrer um die Kielbolzen auszubohren. Der Rückweg nach Hooksiel dauert ewig, um halb fünf sind wir erst wieder auf dem Platz. Es ist noch kälter geworden und der Regen wurde mehr. Ich versuche die Bolzen frei zu bekommen, aber es gelingt mir nicht gut. Es scheint, als ob einige Bolzen schon weggegammelt sind und fehlenfehlen. Als ich schließlich einen Teil des Kielflansches abschlage, entscheiden wir, dass es an der Zeit ist, nach Hause zu fahren. Es reicht ja wohl für heute. Zuhause duschen, essen, gleich ins Bett.

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