Ein komisches Gefühl oder "Riechst du noch was?"

In Hooksiel haben wir zurzeit zwei Baustellen: Einmal das Schiff in der Halle und dann ist da noch der Kiel, der draußen auf einem Bock auf dem Werftgelände steht.

Ein paar Latten halten den 700-Kilogramm schweren Kiel
Der Kiel ist zwar mit mehreren Brettern gegen Umfallen gesichert aber seit ein, zwei Tagen habe ich ein komisches Gefühl und möchte gern nach Hooksiel fahren um den Kiel zusätzlich durch Seile zu sichern.

Das reicht denn ja wohl
Natürlich gehen wir nach dem Absichern noch in die Halle zum Schiffchen. Als wir in den Salon gehen, frage ich Maria: "Riechst du noch etwas?" Natürlich weiß sie sofort, was ich meine: Der Gestank, der von Anfang an an Bord herrschte und an den wir uns weder gewöhnen können noch abfinden wollen, hat uns die ganze Zeit während unserer Arbeiten begleitet. Heute, mit ein paar Tagen Abstand, probieren wir einen neuen Anlauf und nehmen eine Nase.
  "Ja, ein bisschen schon noch", sagt sie und ich versuche erneut der Ursache des Gestanks auf die Schliche zu kommen. Es ist ja im Schiff nicht mehr viel von dem vorhanden, was ursprünglich verbaut war. Wir waren ja nun mal sehr gründlich und haben kein Stein auf dem anderen gelassen. Ich krabbel auf allen Vieren auf dem Boden herum mit der Nase ganz dicht über dem Boden. Dann meine ich die (oder eine weitere) Ursache des Gestanks gefunden zu haben: Im Salon ist eine Aufnahme für ein Tischbein mit mehreren Lagen Laminat verklebt worden. Unter dieses Laminat ist wohl auch das Diesel/Wasser/Irgendwas-Gemisch, das sich nach dem Kauf an Bord befand, gelaufen und stinkt dort fröhlich vor sich hin. Wir nennen diese verklebte Tischbeinaufnahme intern Hundehaufen (nach der Farbe sowieso und jetzt auch nach dem Geruch sehr passend, wie sich herausstellt). Wir werden unseren Hundehaufen bei Gelegenheit entfernen.

Auf meinem Laptop zählt ein Countdowner runter: In 52 Tagen geht der Flieger nach Griechenland.

Einige Boote sind schon im Wasser
In der Halle


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